Nachdem Euer Lieb berichtet, / das der edle unnd ernvheste unnser besonnder lieber ehr ⌊Achatius Czeme⌋, Mariennburgischer woywoda, / nebenn dem grosmechtigenn unnd edlenn unnsernn liebenn freunnde unnd brudernn, hern ⌊Stanislao Lasskenn⌋, / ritternn unnd Syradiensischenn woywodenn etc., ann die ⌊Römische keyserliche maiestet⌋ inn sachenn, / die ⌊Lannde Preussenn⌋ auch annders betreffennd / gesenndet werdenn solle, / wunschen wir vonn Gott dem allerhochstenn / zu solcher senndunge, / Gottes gnedigenn segen, gluck, unnd wolgefellige ersprisliche ausrichtunng, / auch das dardurch des geschafft möge werdenn, / darob lannde unnd leuthe einmahl inn ruhe gelanngen.
Nun bedennckenn wir bey unns, / es möcht vileicht kommenn,/ das die ⌊konigliche maiestet⌋ / aus habenndenn furfellenn bemelthenn ehr ⌊Czemenn⌋ vonn der senndunge ausschliessenn unnd dieselb allein uff herrenn ⌊Lasskenn⌋ stellenn möcht. / Welchs unns so es gescheenn solt, / unnd wir doch nicht hoffenn / zum hochstenn bedenncklich anmerkennd, / das die sachenn groswichtig unnd durch einenn mennschenn nicht ohne schwerheit zuvorhanndlenn / unnd den ⌊Lanndenn Preussenn⌋, / auch der ⌊Chron Pola[nn]⌋ ann itziger schickuung mercklichen und viel gelegenn. /
So wissenn Euer Lieb auch, / das ehr ⌊Czeme⌋ vonn der gerechtigkeit / welche die ⌊Chron Polann⌋ zu den ⌊Landen Preussenn⌋ hat, / wie sich alle henndel verursacht / unnd wes sonnstenn der henndel halbenn zuwissenn notig / merernn gruntlichenn bericht hat, / weder herr ⌊Lasskenn⌋ immer mitgegebenn werdenn kan oder magk. / Demnach domit nichts verlasset, / so ist ann Euer Lieb als den oberstenn presidentenn ⌊Koniglicher Lannde Preussenn⌋, auch der ohne zweivel des vaterlanndes bestes zu furdernn ganntz geneigt, / unnser freuntlich bittenn, / Euer Lieb wolle uffs allereylennds bey ⌊koniglicher maiestet⌋ befurdernn helffenn, domit ehr ⌊Czeme⌋ mit an die ⌊Römische keyserliche maiestet⌋ geschickt, / auch die bevhelich also gestellet / unnd inenn beidenn eingebundenn werde, / domit einer ohne den anndernn nichts thue dann, / wes inn diesem wichtigem hanndel zubedennckenn / habenn Euer Lieb als der hochverstenndige danebenn zuerwegen, / das inn hohenn henndelnn allewegenn ...mutiger berathunng, / durch zwene ... weder einenn allein bedacht wer ...ag. / der freunntlichenn zuvor....
...Worumb wir auch abermals freunntlich bittenn, / Euer Lieb werdenn dem liebenn vaterlannd zu guttem, / ann irer treuenn befurderunng nichts erwindenn lassenn, / unnd unns dis erinnernn freundtlich zu gutte haltenn. / Das seinnt wir inn allem erheblichem freunntlich zuvordienenn erputigk, / unnd thun hiemit Euer Lieb der gnadenn des liebenn Allerhochstenn Gottes bevhelenn. /
Vonn Gots gnadenn ⌊Albrecht, marggraff zu ⌊Branndennburgk⌋ inn ⌊Preussenn⌋, / zu ⌊Stettin⌋, ⌊Pommern⌋, / der ⌊Cassubenn⌋ unnd ⌊Wenndenn⌋ hertzog⌋, burggraff zu Nurmberg unnd furst zu ⌊Rugenn⌋ etc. manu propria subscripsit