Letter #4685
Albrecht I von Hohenzollern-Ansbach to Ioannes DANTISCUSPreußisch Holland, 1547-08-15
| received Heilsberg (Lidzbark), 1547-08-17 Manuscript sources:
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Dem Erwirdigenn inn Gott, unnserm besonnderm liebenn freunndt unnd nachbarnn, herrenn Johannsenn bischoffenn zu Ermelanndt
Unnser freuntlich dienst zuvor. /
Erwirdiger inn Gott, besonnder lieber freunnd unnd nachbar.
Nachdem Euer Lieb berichtet, / das der edle unnd ernvheste unnser besonnder lieber ehr Achatius Czeme, Mariennburgischer woywoda, / nebenn dem grosmechtigenn unnd edlenn unnsernn liebenn freunnde unnd brudernn, hern Stanislao Lasskenn, / ritternn unnd Syradiensischenn woywodenn etc., ann die Römische keyserliche maiestet inn sachenn, / die Lannde Preussenn auch annders betreffennd / gesenndet werdenn solle, / wunschen wir vonn Gott dem allerhochstenn / zu solcher senndunge, / Gottes gnedigenn segen, gluck, unnd wolgefellige ersprisliche ausrichtunng, / auch das dardurch des geschafft möge werdenn, / darob lannde unnd leuthe einmahl inn ruhe gelanngen.
Nun bedennckenn wir bey unns, / es möcht vileicht kommenn,/ das die konigliche maiestet / aus habenndenn furfellenn bemelthenn ehr Czemenn vonn der senndunge ausschliessenn unnd dieselb allein uff herrenn Lasskenn stellenn möcht. / Welchs unns so es gescheenn solt, / unnd wir doch nicht hoffenn / zum hochstenn bedenncklich anmerkennd, / das die sachenn groswichtig unnd durch einenn mennschenn nicht ohne schwerheit zuvorhanndlenn / unnd den Lanndenn Preussenn, / auch der Chron Pola[nn] ann itziger schickuung mercklichen und viel gelegenn. /
So wissenn Euer Lieb auch, / das ehr Czeme vonn der gerechtigkeit / welche die Chron Polann zu den Landen Preussenn hat, / wie sich alle henndel verursacht / unnd wes sonnstenn der henndel halbenn zuwissenn notig / merernn gruntlichenn bericht hat, / weder herr Lasskenn immer mitgegebenn werdenn kan oder magk. / Demnach domit nichts verlasset, / so ist ann Euer Lieb als den oberstenn presidentenn Koniglicher Lannde Preussenn, auch der ohne zweivel des vaterlanndes bestes zu furdernn ganntz geneigt, / unnser freuntlich bittenn, / Euer Lieb wolle uffs allereylennds bey koniglicher maiestet befurdernn helffenn, domit ehr Czeme mit an die Römische keyserliche maiestet geschickt, / auch die bevhelich also gestellet / unnd inenn beidenn eingebundenn werde, / domit einer ohne den anndernn nichts thue dann, / wes inn diesem wichtigem hanndel zubedennckenn / habenn Euer Lieb als der hochverstenndige danebenn zuerwegen, / das inn hohenn henndelnn allewegenn ...mutiger berathunng, / durch zwene ... weder einenn allein bedacht wer ...ag. / der freunntlichenn zuvor....
...Worumb wir auch abermals freunntlich bittenn, / Euer Lieb werdenn dem liebenn vaterlannd zu guttem, / ann irer treuenn befurderunng nichts erwindenn lassenn, / unnd unns dis erinnernn freundtlich zu gutte haltenn. / Das seinnt wir inn allem erheblichem freunntlich zuvordienenn erputigk, / unnd thun hiemit Euer Lieb der gnadenn des liebenn Allerhochstenn Gottes bevhelenn. /
Datum Hollanndt, den 15 Augusti im etc. 47-sten.
Vonn Gots gnadenn Albrecht, marggraff zu Branndennburgk inn Preussenn, / zu Stettin, Pommern, / der Cassubenn unnd Wenndenn hertzog, burggraff zu Nurmberg unnd furst zu Rugenn etc. manu propria subscripsit