Wir seint zcweÿfels freÿ es werde Ewer Gnade in frisschem gedencken enthalten haben, was unvorhoffte difficultet uns allen als ⌊koniglichen disser lande Prewsenn rethen⌋ vonn wegenn der bewusten zceÿse abelegung (durch wes getrib lossen wir in seÿnem wege) in vorgangenen thagen heÿmgefallen / unnd also was fleysz unnd erbet dieselbige Ewer Gnade und in besunder der hochwirdige in Gott herr, herr ⌊Tydemannus bisschoff zcu Culmen⌋, als der gebetene herre vormittelst iren schriften neben andern koniglichen rethen / und uns beÿ der ⌊koniglichen maiestett⌋ unserm allergnedigstenn herrnn domit es beÿ dem gemeinen der herrn rethe bedenckenn und slusse ausz beweglichen ursachenn furgenommen bleÿben muchte angewandt habenn in starckem vorhoffenn. / Es solte sulchs vonn irer ⌊koniglichen maiestett⌋ vormoge eÿnes etzlichen gnedidgenn und trostlichen schreÿbenns. /
Derwegen an Ewer Genade als das ⌊ire maiestett⌋ die deposition zcu ⌊Thorun⌋ etc. woll gescheen lossen kunde erhalten seyn wurdenn. Was andtwurtt aber am heiligenn Ostertage wÿdderumbe an uns derwegenn unvorhofft ergangenn wirt Ewer Gnade ausz eÿngelegter desselbigenn koniglichen rescripts abschrifft haben zcuerfurden. Welchs wir Ewer Gnaden (der die sach sampt andernn ⌊koniglichen rathenn⌋ gemeÿnn) mitherczuteÿlen nicht habenn underlossen konnenn und hetten unns werlich aller gelegent noch nicht versehenn (das in der sachen solchs strackes unnd hartes wir schweigen geschwÿndes) andtwurtt hette ergehen sollen wir achten aber das solchs villeichte mer der newen kurtzlich angekommenen und also nicht fast geubeten canczeley, / dan der ⌊koiglichen maiestett⌋ (der lÿndes und gnediges gemutte unns allen immers kundigk) zcu zcuschreÿben sey. / Aber wie deme allenn so konnen wir vor unser person nicht erfinden, / das men der last entbindet ader der sachen noch zcur zceit auff den genndt der ⌊koniglichen rethe⌋ bedenckenns gehilfen sey. /
Hirummbe were unser gutte meÿnunge das in anmerkung des hartenn andtwurtts (welch ane zcweÿfell) an ⌊die andern herrn radte⌋ auff ire schriffte zcu nicht ungleicher ernster in awsz unsers erachtenns ergangen seÿnn werde, / nicht alleine wir als die stedte, / bsunder ouch Ewer Gnade dergleichenn der erwirdige in Gott herr ⌊Tidemannus bischoff zcu Culmen⌋ / unnd andere konigliche rethe an die ⌊konigliche maiestett⌋ auffs furderlichste als das immers moglich wydderummbe schreiben und sich also samptlicher undertheniger und eintrechtiget instendigkeit, / ummbe eÿnen gnedidgen der sachenn an stanndt, / bisz in denn negstenn ⌊landtagk⌋ (der doch hart vor der thuer) zcuerhalten beÿ derselbigen irer koniglichen maiestett beerbeitenn theten. / Szo als wie das auch vonn wegen ⌊unser stadt⌋ lawts eingelegten begrÿffes dennoch auff Ewer Gnade vorbesserung und guttenn radt zcuthuende bedocht seint. /
Domit men als denne vormittelst gemeÿnem reÿfein radtslage disen obligenn eyne maesz ergent treffen unnd furdenn. Ouch ⌊koniglicher retehe⌋ wie ouch derselbigen decretenn estimationn / und authoritet, / dennoch erhalten und kleinickeit vormÿden werdenn muchte. / Welchs alles wir Ewer Gnaden als eÿn gemeÿn obligen nicht habenn wissenn zcubergen, / dieselbige dinstliches fleises bittende unns ires reÿfenn radts hirauff weÿther theylhafftigk zcu machen geruchen welle. /
Dasselbige ummbe Ewer Gnade herwidderumbe zcuvordienenn, / wollen wir stets unvordrossenn befundenn werdenn mith der hulfe Gottis, dem wir Ewer Gnade lange gesundt unnd seliglich befhelenn.
Scheda litteris inclusa ⌊episcopo Warmiensi⌋
Auch, Gnediger Herre, wer hienebenn an Ewer Erszamkeit(!) unser dienstlich bitt dieweyl mit so hartem unnd ernsten schriften fast auff die weÿse wie men villeicht in der ⌊Cronn⌋ /an diese unnd jenne stadte ader och sust zcu schreiben pflecht fast kegen die gewonheit angesucht werden / wie Ewer Gnade ausz dem eÿngeschlossenen koniglichen mandats exemplar zcu befundenn. / Derwegenn wÿr als immers ⌊koniglicher radte⌋ und die solch ernnstes nicht gewonnt / unns auch solchs vorhin nicht geboten nicht wenigk beschweer zcu unsern gemutten sullen unnd dieweyle solchs villeichte der newen canczleÿ (als die des gebrauches und stile nicht alle geubet ader erfarenn seÿ moge) mehr dan irer ⌊koniglichen maiestett⌋ zcu zcuschreÿbenn sey. / Szo ist dennoch an Ewer Gnade unser dienstlich bitt wolle des thuens und schreibenns obgedocht in iren schrifften, / die sie an den bewuste newenn herrenn undercanczeler als her ⌊Samuell Maczeewszkÿ⌋ ergehen lossen werde etzlicher mase beschwerlich unns zcum besten antzutzeÿgende nicht underlossenn. /
Es ist auch an Ewer Gnade unser dienstlich bogeer das im fall do der wolgeborne herr ⌊Achatius Czema⌋, danczker castellan, in seÿnem zcege so seine herrlichkeit an ⌊furstliche durchlaucht⌋ in ⌊Prewsen⌋ (wie berichtet) furhabe ann Ewer Gnade gelangen wurde wolle als denne geruchen solchs alles wes in dissen unsenn jegenwerdigen schrifften enthalten, / derselbtigen seiner herrlichkeit mitteczuteÿlenn. / Im fall aber da genanter herr ⌊castellann⌋ sich an Ewer Gnade nicht begeben wurdt were dennoch unser fleisigk bitt. / Es wolle Ewer Gnade alle disser dinge und schriffte an dieselbige ⌊seine herrlichkeit⌋ zcustellenn umbeschweret sein.
Datum ut in litteris.