Letter #5460
Albrecht I von Hohenzollern-Ansbach to Ioannes DANTISCUSOsterode (Ostróda), 1543-03-17
| received Heilsberg (Lidzbark), 1543-03-19 Manuscript sources:
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Dem Erwirdigenn in Got, unserem besonder[n] liebenn freundt und nachbarn hernn Johansenn bischoven zu Ermlann[d]
Unnser freuntlich diennst zuvor.
Erwirdiger inn Got, besonnder lieber freund unnd nachparn.
Wir konnen Euer Lieb freuntlicher wolmeinung auf derselben an uns gethanes schreibenn belanngen den edlen unnd ernvesten unnsern besonndern lieben Nicalen Dzialinski heuptman zu Strassburg, / deselbigen erbietens unnd entschuldigung von wegen dess eingriffs, / so unns in unnserm ampt Gilgenburg beschehenn, / nicht bergen, / das wir kurcz vorweilter tag bei dem erwirdigen inn Gott, hern Johannsen(!) bischoffen zu Colmensehe / auch unnserm lieben freund unnd nachparn zur Loebeu gewesen. / Alda wir den edlen unnd ernvesten unnsern besonndern lieben Achaczium Zemen etc. auch angetroffen unnd sollichs eingrifs halben beredung gehalten. / Dieweil aber dass selbig inn eil unnd aus ursach junger kuniglicher maiestet zu Polan, unnsers gnedigen herren und freuntlichen lieben oheims, / ehelichen beilagers, diss beigelegt zu werden verhindert worden. / Warumb wir unns nach Konigsperg umb sovil eher begeben haben mussen. /
Hetten wir unns gleichwol versehen, der beruerter von Strassburg hett sich Euer Lieb gethanes schreiben der datis den V-ten Februarii zu Hilssberg ausganngen stehet bis zu ortterung des hanndels gemess gehalten habenn. / Aber wie dem allem, so konnen wir Euer Lieb unverhalten nit lassen, / dass er seidher weiter wider unns in stehennder hanndlung uf dem eÿss zu abbruch unnsers eigenthumbs eingrif gethann. / Zue dem so werden wir durch unnsern heuptman zu Gilgenburg, dass sich der von Strassburg unns den theil sehes, so in unnserm furstennthumb unnd dem lehen der Chron Polan gelegen, / bei itzigen offnen wasser, / aufs new denselbigen mit stecken unnd anndern zu vischen vermiethet, nichts minder den sehe belagern unnd auf dem unnsern bewachen lassen thut, / glaubhafftig berichtet, / der meinung, wie leichtlich abczunemmen, / die unnserigen auff unnserm eigennthum[b], grund unnd bodenn dess sehes gewaltiglichen zu entseczen unnd vischen zu weren. / Aus welchem Euer Lieb als der hochverstenndig wie trewlich unnd nachparlich unns der von Stassburg meint. Auch mit was recht unnd als den erbietungen nach unns seinethalben vorgeschlagen gemess, / leichtlich abczunemmen. / Unnd wiewol wir zu schutz koniglicher maiestet unnd der Chron Polan lehen auch zu hanndt habenn unnsers eigenthumb geburennde mass zu treffen unnd vortzunemmen wol wissen, / so haben wir doch sollichs bis ansezer von wegen dess lieben friden unnderlassen. /
Dieweil dann Euer Lieb dess koniglichen teils Preussen neben a... president sein, / sein wir der freuntlich [zuv]ersicht, Euer Lieb werden nach ... ...licher frevel hinfur nach ble... ... furdern. / Damit durch den vilbemelten von Strassburg aus ubel nit ergers geheufft werde. / Dann wo sollichs nicht abgestelt, / werden wir getrungner noth auch unnsern lehen und eides pflichten nach / die wege zu suchen unnd zu gebrauchen, / damit unns in sollichem / nichts mit gwalt entczogen verursacht. / Welchs wir doch, sovil es imer umbganngk, vil lieber nachlassen wolten. /
Unnd haben diss Euer Lieb, damit dieselben mit was fugen diss vorgenohmen zu ersehen, freuntlicher nachparlicher meinung unangezeigt nit wollen lassen unnd thun Euer Lieb hiemit dem lieben Got bevelhen. /
Datum Osterrode, den XVII-ten Martii anno etc. 43.
Vonn Gots gnaden Albrecht marggraff zu Brandenburg, inn Preussen, zu Stettin, Pomern, der Cassuben und Wenden hertzogk, burggraf zu Nuremberg und furst zu Rugenn / manu propria subscripsit