AAWO, AB, D.94, f. 76r
Hochwirdigste in Gott, gnedige hern.
Unszer stete und unvordrosszene dienste / szeint E(wer) G(nade)n allewege bevoran myt fleisz entpholen. /
Gnedige Hern.
Es werden sych E(wer) G(nade)n sunder czweifel / ausz den hendeln, / so auf jungster ⌊tagfart⌋ 1537-05-08⌊Stanislai1537-05-08⌋ zcu ⌊Thorn⌋ gehalten / was von wegen der legung des hammers / und muntzschlaens / als nemlich das auf 1537-06-24⌊Ioannis1537-06-24⌋ kurcz beygewichen. / Die hammere stille steh(e)n / und aufhoren solten / entschlosszen / czur nuge unnd woll wisszen czu erinnern und dweyl wyr solcher gemeynen bewillung / nochgekommen / und czu muntzen / aufgehort. / Tragen sych hierczu, / ouch gancz unvorhoft / durch gebrech und mangel der cleynen munczen in der teglichen vorhandelung / nicht geringscheczige beschwer czuforderst / angeszeh(e)n. / Das allerley geweihsz / und sunst, / so aus der loblichen ⌊Cronen czu Polen⌋ hieheer gebrocht / und vorkouft / nicht herwidderum(m)b von den unszern wahre genomen, sunder die czalung des geldes / in hoge sum(m)en / und in der baerschaft / mith sych nehmenn. Dodurch eigentlich erfolget, / das die cleine muncze / auszgefurt / und aus gebroch derszelbig(en) die Jochims taler / in der teglichen czalunge / gegeben / und derweg(en) des kaufmans handel, it(em) der tageloner / arbeits / und sunst gemeyner man / in der entrichtung / vil hinderliche an stussze und beschwer / leiden musz. /
Wie sulchs / von dem groszmechtigen, / wolgebornen / und gestreng(en) hern ⌊Georgen von Bayszen⌋, / marienburgischen woywodden etc., so in dieszen tagen hier geweszen / szelbst augenscheinlich befunden und angeszeh(e)n / und hierum(m)b sulchs an E(wer) G(nade)n als die heupter dzieszes gutten ⌊vaterlandes⌋ / myt dem besten vorschryben und dweyl wyr guth und notick / noch gelegenheit icziger gebrech und mangelunge der cleynen munczen / czuszeyn / befinden, / das sulch gebrech / beschwer und obligen dieses landes / an ⌊ko(niglich)e ma(iesta)t⌋, unszern allergnedigst(en) hern, / aus E(wer) G(nade)n radt bedencken / und vorwillen der andern / gelangete / und um(m)b weiter munczunge der teglichen / und auszgeblich(e)n muncze die czum entscheidt des gemeyne mannes dienet / gebeten wurde. /
Derwegen in nothwendiger betrachtung gemeynes anliggents / und czu vorhuttung vyler unbeqwemickeit / ist an E(wer) G(nade)n unsz(e)r dienstlich und fleissick bitten. / Dieselbig(en) / wollen / irem hogen vor stande noch / dys thuent, / noch seiner wicht und notturft / beherczigen / und erweg(en) / und in der besten gestalt / alle diesze ungelegenht ⌊ko(nigliche)r ma(iesta)t⌋, unserm allergnedigst(en) hern, / czuerkennenn geben. /
Genczlich(e)n und ungeczweifelt(en) vorhoffens seinde / dieselbige ire ⌊ko(niglich)e ma(iesta)t⌋ werde in gnedig(e)r anmerckunge E(wer) G(nade)n raths und bedenckens / sich auf die wege, / domit czum hamer der cleinen entscheidtlich(e)n muncze / widder gegriffen werden muchte / furen lossen / und was also E(wer) G(nade)n durch iren radt / dieszer sache czu gutte / thuen / und vortstellen werdenn, / das wollen wyr / in allewege um(m)b E(wer) G(nade)n wilfarig(en) fleisses / czuvordienen / bereitwillick erfund(en) werden. / Dan who solchs (des wyr uns yo nicht vorszeh(e)n wellen) geweigert / konnen wyr E(wer) G(nade)n vortrawlicher mehnung nicht bergen, / das wyr / in besorgunge der faer / myt der wyr als die superinscribed⌈als dieals die superinscribed⌉ in regimente sytczen / begriffen / der protestacion in obgedochter ⌊tagefart⌋ gethon / uns czuhalt(en) nicht wol um(m)bganck haben kunten. /
Ew(e)r G(nade)n hiennt Gote dem almechtig(en) in langweriger gesuntheit / und gluckseliger wolfart / myt fleisz entphelende. /