Letter #6318
Albrecht I von Hohenzollern-Ansbach to Ioannes DANTISCUSKönigsberg (Królewiec), 1533-04-22
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Dem erwirdigenn in Got unsserm besonndern, / liebenn freundt, / herren
Wir wissen E(uer) L(ieb) freuntlicher maÿnung nichtt zwbergenn, / das wir ainen diener, / der unser hoff satler / gewesen, / BCz, 1606, p. 146
Dieweill wir als d(er) oberst vormundtt schuldik, / wittwen und waissen / bestes zuwissen. / Nu wesen wir in warheit die gedachtt(en) junckfrauen / nichtt besser dan des ortts aus zwgeben, / dan alda ain grosse tapffere und eherliche freuntschafft vorhanden. Darauff hat uns d(er) gedachtt
Dieweil dan die letztt antwurt under hidden by binding⌈[er]er hidden by binding⌉ anderm in sich schliessen thutt, / das d(er) gemeltt BCz, 1606, p. 147 ratts pflegenn wurdtt, / darin woll er sich guetlich finden lassen. / Dieweill wir den nuz solchem schreiben vormerken, / das E(uer) L(ieb) dieser freuntschafft auch zwgetan / sein wir des hochlich erfraidtt / und sonderlich, / nachdem sich E(uer) L(ieb) gegen uns mer dan freuntlich erbett(en), / wor in uns dieselbig zw dienen wissen, / soll der gut will an E(uer) L(ieb) nicht mangeln. /
Wollenn derhalben hiemit E(uer) L(ieb) gantz freuntlich gebett(en) haben, / dieweill wir solliche heÿratt fur nutz und gutt ansehen, / in ansehung, / das wir unserm camermeister, / d(er) uns vonn unssern jung(en) furstlichen jaren bits hieher getrewlich gedient, / auch der gantzen frewntschafftt mitt sond(er)n gnaden geneigtt. / Dieselb wollen sich hierin freuntlich und guettlich / finden lassen, / damit sollicher heÿrait sein furgank / mochtt bekommen, / auch unsser will hierin als des obersten vormundts, / geschehe und stat hab, / das wollen wir wieder umb E(uer) L(ieb) gantz freuntlich beschuelden und vordienen. /
Biethen bei diesem botten E(uer) L(ieb) freuntlich antwurtt. /
Datum
Vonn Gotes genaden