Aus was ursach, Gnediger Her, die ⌊ko(niglich)e ma(ieste)tt⌋ unnser allergenedigster her denn edelenn gestrenngenn und erennturstenn herrenn ⌊Achatium Czema⌋, danczker castellann unnd auffem ⌊Stume⌋ haubtman, zu or in⌈zuzu or in⌉ beygewichenenn Osterlichenn feÿer auff annregenn der durchlauchtenn hohgebornen fursten, ⌊herczogenn zcu ⌊Pommeren⌋⌋, ÿn denn tag kenn ⌊Prennczlaw⌋ abgericht solchs wie unns unnser vielgeliebter her burgermeister, her ⌊Johann vonn Werdenn⌋ etc., angeczeigt hot er Ewer H(ochwirdige) G(nade) alles do er jungste auff Heilszberg beÿ E(wer) G(nade) gewesen dinstlichen bericht gethan unnd konne E(wer) H(ochwirdige) G(nade) on the margin⌈alles do er jungste auff ⌊Heilszberg⌋ beÿ E(wer) G(nade) gewesen dinstlichen bericht gethan unnd konne E(wer) H(ochwirdige) G(nade)alles do er jungste auff Heilszberg beÿ E(wer) G(nade) gewesen dinstlichen bericht gethan unnd konne E(wer) H(ochwirdige) G(nade) on the margin⌉ dinstlicher wolmeÿnunge nicht bergenn, das wir nicht alleine von obgemeltem herrenn ⌊castellann⌋ beszunder auch von den so die unnserenn beschedigtenn burgerenn in obgemelter malstet der unnder handlunge gehabt bericht wordenn, das derselbige tag zcu ⌊Prennczlaw⌋ mehr ausz ursachunge der ⌊herczogen von ⌊Pommeren⌋⌋ denn als ⌊curfurstlichen durlauchtigkeit zcu Brandenburgk⌋ ane frucht ist abegegang(en). /
Wie solchs obgemelter her ⌊dannczker castellann⌋ E(wer) H(ochwirdige) G(nade) weÿtleufftiger wirt berichten dieweil aber obgemelter ⌊churf(urstliche) genade⌋ vormerckt, das die ⌊herczogenn zcu ⌊Pommeren⌋⌋ yre durchlauchtikeyt die sache unnszer beschedigtenn burger welche die unnseren durch die marck kyschenn ynn der vonn Pommeren lanndt widderfarenn. Szo hoch gespannen das och alle ander henndele yrmolen beÿ denn ⌊furstenthum⌋ yns jemem belangennde szeÿnn stuczigk wordenn unnd also in eynenn vorczigk hobenn gelanngenn mussen. Welches als die ⌊churfurstlich yhrlauchetigkeyt⌋ vormerckt hot er vorr beste angesehenn denn von ⌊Pommerenn⌋ denn scheffel vol zcumesszen unnd gemelten hern ⌊castellann⌋ ann sie kenn ⌊Stettin⌋ do sie die zceit beÿde zcusamen geweszenn abegefertiget unnd ihnen eynenn tag ernenn(?)
APG, 300, 27, 15, f. 161v lossenn inn welchem er die seÿnenn, / so vonn wegen gedochter nahme beschuldiget werdenn, / zcu gestellen / erbotten in dem sie sich also wie zcu rechte stelle hot, / der zcugelegtenn zcicht purgirenn ader sust was das recht erkennenn wirt leid(en) sollen. Auff das die gemeine hendele / so irenn beidenn furstenn thun belangenn / och an denselbigenn nicht wenig gelegenn were zcu eÿner geburlichenn entschafft gelangen mochten.
Als nu die ⌊herczogenn vonn ⌊Pommeren⌋⌋ dis vormerckt habenn sie, / dis unnd jenne ausczuge vorgenant, / domit sie desselbtigenn tages, / zo ihnnen der churf(urstliche)r hot anbitten lossen hettenn achterfligenn mogenn / unnd also durch diesen handel unnser beschedigtenn burger, / die sachenn beide furstenthum belanngende / in eynen auffschub unnd vorczug zcu brengenn. Dennoch zcu leczt durch obgemelter herrnn ⌊castellans⌋ person szonn unnd beleitunge um(m)b ungelimp zcu vormeiden (der inhnen aus sulchem ehrlichenn erbitten des churf(urstliche)n welchs irem eÿgenen begier gemehr / gewesenn ist beÿwachsen mochte) habenn sie / dieszenn tag welcher der montagk noch Michaelis ist nicht abszlagenn konnen / beszunder annhemen mussen. Dennoch also / das sie obgemeltem hernn ⌊danczker castellan⌋ als ⌊ko(nigliche)n ma(ieste)tt⌋ u(nser) g(nedigsten) h(err) zcu dieser sachenn abgefertigt(en) bot(en) mit keynem andtwort, wie dieser handel zcu ⌊Prennczlaw⌋ gelauffenn und worauff er vorbliebenn an die ko(niglich)e ma(ieste)tt zcuvorsehen wust(en) beszunder sulchs alls an yre ko(nigliche)r ma(ieste)tt on the margin⌈zcuvorsehen wust(en) beszunder sulchs alls an yre ko(nigliche)r ma(ieste)ttzcuvorsehen wust(en) beszunder sulchs alls an yre ko(nigliche)r ma(ieste)tt on the margin⌉ mit weiter der sachenn / wie och irer selbst notturfft wollen gelanngen lossenn.
Dieweil, Genediger Herre, wir aus diesem vormercken, das die ⌊herczogenn zcu ⌊Pommeren⌋⌋ in betrachtunge irer notturfft und sunst gefallen unnser burger unnd der selbtigenn beschwer durch diesze unnd jenne practike von tage zcu tage ymmehrmer und mehr nicht alleÿnn / inn einen auffschub stellenn beszunder och vonn eyner tage tagelestunge zcur andernn auff newe
APG, 300, 27, 15, f. 162r unnkost fur(en), wie auch nu solchs weiter zcuthunde vielleichte vorhabenn moge. / Nicht alleine dieszem vorczukomen beszunde das auch unnszer burger ein mal mochtenn wisszenn wes er sich von weg(en) der schadenn so ÿnnen in dem ⌊herczogthum zcu Pommeren⌋ widder farenn zcuvorszehen unnd zcuvortrostenn habenn moge. / Haben wir vor gut beÿ unns ÿm radte gefinden denn abgemelten herren ⌊danczker castellann⌋ dohin zcuvormogen das er sich zcur Ewer H(ochwirdige) G(nade) ann denn hoff begebenn thete unnd ÿnn E(wer) H(ochwirdige) G(nade) kegenwertigkeit disz thuent allennthalbenn yre ⌊ko(niglich)e ma(ieste)t⌋ zcuberichtenn.
Unnd thuenn E(wer) H(ochwirdige) G(nade) auffs dinstliche und frundtlichste bittenn, E(wer) G(nade) woldt die ⌊ko(niglich)e ma(ieste)tt⌋ u(nser)n all(ergnedigste)n h(erre)n bitten die unnseren als ÿrer ma(ieste)t getreue unnderthanen aus yrer ko(igliche)r ma(ieste)tt uberkeit und beruff genediglich nicht vorlosszen besonnder. Szo obgemelte ⌊herczogenn zcu Pommeren⌋ yrkeine wege beÿ yrer ma(ieste)tt suchenn wurdenn / gemelte hendele ynn weÿterenn auffschup zcu furenn das yre ko(nigliche)r ma(ieste)tt inen in solchen nicht nochgebenn thet / besunder auff framdthlichste dohin leiten wolte. / Damit sie den foltgenn das / denn ⌊churf(urstliche)r durchlaucht⌋ inehnn auff ÿr selbst gedencknis unnd anforderunge benent het / halthenn thet demselbigen och zcu gut auff abbestimpten montag noch Michaelis inn benente maelstete gemelten her ⌊danczker castellann⌋ zcuschickenn sich erbitten. / Wie och dem herren ⌊castellan⌋ zcu zcihenn aufferlegen thete.
Dann wir befinden, das die weile dieszer hanndel so statlich durch die ⌊ko(niglich)e ma(ieste)tt⌋ unszer g(nedigste)n herrn getriebenn wirt so nicht dyszmol unnsernn burger yre schade auffgericht. Szo werde doch folgen das die marckischen sich der gleichenn wes zcu unnderstehen nicht werden dorstick szeynn den sie stoszen sich alle gar hart ann das / so disz mol geschit welchs nicht eynenn kleynenn nucz(?) geburenn wurdt. Szo die strosse unnd der wannckende koffmann ynn sicherheit gestalt wurde. /
APG, 300, 27, 15, f. 162v
Genediger Her.
Diesem felt auch noch zcu das wer unns reÿnneren die gedrenncknisz szo ⌊dieszem lande⌋ inn jungsten coronation der ⌊jungenn ko(niglich)e ma(ieste)tt⌋ u(nser)n g(nedigste)n her(re)n zcu widder unnd enndtkegen gemeÿnenn lanndenn freÿheit durch herren ⌊Laszki gotszeligen erczbischoff⌋ etc. wie och vorhinn beÿ czeitten loblichen gedechtnis konnigenn ⌊Kasÿmiri⌋ unnd ⌊Alexanndri⌋ gescheen / unnd wie woll widder sulchs alles genugsam vorlegt / unnd ÿn kegenreden ist auffgebrocht wordenn. /
Szo hot menn doch bisanher nichts anders / als wort unnd framdtliche vorprestunge aber nichst(en) zcum grunde erhaltenn konnen, wie auch vorm jare / als Ewe<r> G(nad)e unnd mehr andere / ⌊des lanndes rethe⌋ zcu ⌊Crokaw⌋ gewesenn gesehen und eigenntlich vormerckt hobe / denn das ⌊gotseliger der her bischoff von Crokaw⌋ denn tag als die ⌊junge ko(niglich)e ma(ieste)tt⌋ schwerenn solt Ewer G(nad)e im namen und vonn wegen der erschickt(en) ⌊dieser lannde⌋ vortrostenn thet, das wir auff alle unnser ubergebene artickel mit vorhofft(en) anndtwortte sollenn vorsehenn werdenn. / Sulchs hot sich E(wer) G(nade) wol zcu erinnernn wie gleichmesig och dasselbige andtwort der vortrostunge wie och unnser hoffnunge noch ist geweszen. / Sulchs hot menn sich aus demselbtigenn / als das noch vorhanden ist wol zcu erinnernn.
Dieweil wir denne, Genediger Her, iczige gelegenheit der werdt wie och der ⌊Kronen⌋ erwegenn thun ist unns zcugefallenn dar nicht bequem zceit inn vielenn jaren gewesen ÿst in der E(wer) H(ochwirdige) G(nade) dis thunt mit ⌊ko(nigliche)r ma(ieste)tt⌋ hette mogenn zcu redenn habenn denn aus gelegennheit der Kronen unnd sunst vil mehr andernn beweglichenn gelewft(en) dunckt unns zcu dieszer zceit die ko(nigliche)r ma(ieste)tt aus gelegennheit ⌊diser lannde⌋ bequemlichen
kone(n) or ko(n)ne⌈kone(n)kone(n) or ko(n)ne⌉ persuadirt und dohinn gelit werden das seÿne ko(niglich)e ma(ieste)tt zcu zo vil mehr befestigunge unnd becreftigunge yres vilgeliebt(en) sones u(nser) g(nedigste) h(err) zcukommender regirunge on the margin⌈yres vilgeliebt(en) ⌊sones⌋ u(nser) g(nedigste) h(err) zcukommender regirungeyres vilgeliebt(en) sones u(nser) g(nedigste) h(err) zcukommender regirunge on the margin⌉ diese lannde unnd desselbtig(en) eÿnnehner inn irer begriffenenn beschwer unnd bedruck genediglich erhebenn thete unnd die vorruckten privilegia widderumb restituirenn dieselbtigenn vordann genediglichenn schuczen und mitt allenn gerichtt ordnunge hanthabenn tete welche so geschut szo wirt yre ko(niglich)e ma(ieste)tt werlich nicht allem irem vielgeliebtem sone u(nser) g(nedigste) h(err) denn hochst(en) dinst unnd nucz thun den ire ko(niglich)e ma(ieste)tt wirt ymmers thun mog(en) also das alle der undertanen hidden by binding⌈[nen]nen hidden by binding⌉
APG, 300, 27, 15, f. 163r gemuth unnd hercz bis zcu leib unnd guth auff ÿre ko(niglich)e ma(ieste)tt geliebtenn son u(nser) g(nedigste) h(err) so henn werde dennselbtig(en) och in keÿner noch unnd obligen vorlosszen.
Szo dis aber nicht geschult durch ire ⌊ko(niglich)e ma(ieste)tt⌋ unnd ⌊dis lanndt⌋ durch irer ma(ieste)tt abegang, das Got der almechtige zcu lanngenn zceitt(en) vorhut(en) wolle, an irer ma(ieste)tt son u(nser) g(nedigste) h(err) gelanngen wurde, ist zcu vormutt(en), / das mehr also wie angefangen dis landt an freiheit(en) unnd gerichts ordnunge zcu underbrechenn annczugreiffenn nicht noch gelossenn wurde doraus werlich erfolgens mochte das durch solchs sich das ergebenn unnd zcu tragenn kunthe, / welchs Got der allmechtige och abewenndenn wil, / das yrem vielgeliebten sone u(nser) g(nedigste) h(err) der konen wie och unns als dieszem lannde yrer ma(ieste)tt treuen dÿner, unnderthanen und rethe nicht zcu cleynem beszunder anercklichem villeichte och unuber winthlichen schadenn unnd nachteil geburenn und vorursachen mochte den, G(enedige) Her, dieweil man aus beÿgewichenen gelaufften die zcu kunfftigenn hot czuerweg(en). Szo ist es jo am tage vormoge inne holt der annalien zo noch vorhannden, / das ⌊dÿs lanndt⌋ keÿne ander ursache kegenn denn ordenn zcu enthpor(en) gehabtt alleÿne abruch des land(es) freÿheitt / eingrieff der rechte und gerichts ordnunge an der underthanenn guth und blut sampt der stete narunge unnd bergunge dem dweill manchfaltig karment der underthanen irer ⌊ko(niglich)en ma(ieste)tt⌋ fast hin und her vormerckt wirt / habenn wir dis unnsernn phlicht(en) noch anczuczeigen. / Domit solchs ire ⌊ko(nigliche)r ma(ieste)tt⌋ moge beÿgebrocht wordenn nicht vorennthaldenn konnenn. /
Hyer nebenn, Gnediger Herre, erinnernn wir unns der rede so der vielgeliebte her burgermeister, her ⌊Johann von Werden⌋, unnser ⌊stadt⌋ zcugutte beÿgewich(en) winters zcur lebe in beÿ wesenn des hochwirdigenn her ⌊Tidemanni electi zcu ⌊Culme(n)⌋⌋ vom wegen des ⌊Pauczker⌋ gebiets von dem uns zcu brengen viel lewte manchfeltige practike treibenn mit Ewer H(ochwirdige) G(nade) gehabt dieweiel dann, Gnediger Her, gemelter her burgermeister
APG, 300, 27, 15, f. 163v unns hab anngezceigt / das E(wer) G(nade) nebenn dem herrn electo sich die zceit inn allenn g([...] undeciphered⌈[...][...] undeciphered⌉)n kegenn unns und unser stadt erbot(en) hot zcur gelegener zceit / beÿ der ⌊ko(niglich)e ma(ieste)tt⌋ durch ire genedige furderunge dovor zcu szein wolle geruchen / das wÿr gemeltes Pauczker gebit einer besser gestalt vorsichert und also viler leute practik(en) vonn unns abgewendtt mochtt(en) werdenn.
Unnd wiewol, G(nedige) Herre, wir umb die lobliche ⌊Cronn⌋ mehr als eÿnn annder zcu halt(en) vordinet szeÿnn dweil wir dasselbige gebitt nebenn der ⌊Lauennburgk⌋ unnd mehr andernn inn czeit(en) der krig(en) mit unnsernn burger und dinst valck ann die lobliche Cronn zcu Polenn gebrocht habenn. Och niemandt denselbtig(en) ort / vorzcu stehenn och zcu schuczen als der ann dergrennczen zcu ⌊Pommeren⌋ leytt als uns gelegen ist, / do och einn ander aldo siczen solt wurde sich die ursache und umbekwemickeiten zcutragenn vonn wegen des meers und der schiffsbruchigenn gutter. / Dieweil diesze ⌊stadt⌋ mit aller ubrigkeÿtt uber die sehe unnd wes sich auff der selbigen zcutrag(en) mochte geprivilegirt und begnadet ist, / so durch sich der zwerspelt unnd unvorhoffter fall begebenn mochte der yrer ⌊ko(niglich)er ma(ieste)tt⌋ unnd uns schadenn gebuerenn kundte unnd dieweil solchs voriger zceit vorhannden geweszenn, / hot yre ko(niglich)e ma(ieste)t vorgutet dasselbtige ampt ann die stadt zcubrengene(n).
Unnd domit yre ⌊ko(niglich)e ma(ieste)tt⌋ soviel umbeschwerter und daszselbtige ampt ann unnser ⌊stadt⌋ zcubrengenn umb zcu langen tagenn zcu besziczenn bewilligenn mochte / were wir bedocht ein ander ampt in ⌊dieszem lande⌋ durch zcu tadt unnszer burger hulffe einnczuloszen unnd also yrer ma(ieste)tt dieszer lannde dieser zcugenge zcubesserenn.
Do och yre ⌊ko(niglich)e ma(ieste)tt⌋ unns ynn dieszem nicht noch geben woltt.
APG, 300, 27, 15, f. 164r
Szo bittenn wir E(wer) H(ochwirdige) G(nade) yre ⌊ko(niglich)e ma(ieste)tt⌋ zcubittenn, das ihre ko(niglich)e ma(ieste)tt unnder irer ma(ieste)tt siegel unnd eÿgener handt gemeltem ampt dieszer ⌊stadt⌋ also vorszicherenn wolt das es nicht aus unnsernn hannden szol geloszet werdenn. Es szeÿ dan das irhe ⌊ko(niglich)e ma(ieste)tt⌋ sulchs zcu irher selbst eÿgenenn tisch loeszenn thet unnd das alls dann szo solchs beschege die haltthunge unnd vorweszunge desselbtigenn ampts niemanndt als unns auff ein geburliche pennsion vormoge den zcugengenn desselbtigenn ampts zcuvorhuttunge vorgemelther umbekuemigkeÿtt sol gehaltenn wendenn hierann wirt yrhe ko(niglich)e ma(ieste)tt diszen stadt eynn beszunder genade die unser stadt einwonerr unnd der selbigenn nochkomligen uber alle underthenige phlicht zcuvordienenn sich werdenn schuldigk erkennen mussen erczeig(en).
Szo aber, G(nedige) Herre, disz nicht zculanngenn welet, / so wir in dem artickel vor dieszem geschriebenn stehet, / das wir dis ampt vormittels der eÿnnleszunge eÿnes anndernn ampts zculang(en) tagenn bekommenn mochtenn, / das alls denn dernoch folgende artickel nemlich so es nochmols gelost unns vor alle andere zcu haltenn vorschr(eiben) mit bedinget wirdt.
Diesem felt och beÿ, / das die unnserenn ym ⌊Furstennthum zcu Littawenn⌋ mit newem beschwerden unnd erhegunge der zcolle alls nemlichenn. /
Dieweil dann dis unnser burger nicht wenig beschwerth das sie szehenn das als einwoner ⌊dieszer lannde⌋ yrer ⌊ma(ieste)tt⌋ vor annderenn der selbtigenn unnderthanen uber althenn gebrauch unnd gewonnheit beschwert werdenn haben sie fast klegliche weis disz unns clagennde vorgebrocht unnd gebothenn der gestallt ann die ko(niglich)e ma(ieste)tt gelanng(en) zcu losszenn. Domit sie des enthlediget mogenn werdenn. Dieweil wir den dis thuennt och nicht wenig vormerckenn dieszer ⌊stadt⌋ eÿnnwonere vor
APG, 300, 27, 15, f. 164vdrisslich zcuseÿnn och also das sie offenntlich beginnen zcureden das ihnen sulchs in keÿner frembdenn reÿchenn dohin sie yre nharunge wennden bogegenet das sie uber altenn eingefurtten gebrauch ubuge ... illegible⌈...... illegible⌉g unnd gewontheit mit zcollenn beschwert werd(en)(?) wie ihnen vonn ⌊ko(nigliche)n ma(ieste)tt⌋ u(nser) g(nedigste) h(err) bogegenet der sie jo billiger allso annder potestatenn mit sulchem genediglichem uberszehenn soltt. /
Derwegenn so bitten wir E(wer) G(nade) diszthundt beÿ der ⌊ko(nigliche)n ma(ieste)tt⌋ och genediglich zcuforderenn wolle geruchen. Domit yre ⌊ko(nigliche)n ma(ieste)t⌋ brife ann die zcollner zcu ⌊Littauen⌋ do die selbtigenn gesessenn zcugebenn welle geruchenn und zcu bitten, das sie mit solchenn unnd der gleichenn beschwer die unszere uberhebenn unnd uberszehenn thun. / Sulche briefe aus der cannczleÿ auff unnser gelt forderenn losszen, domit wir die soltigenn beÿ unnszem eÿgenenn bottenn an die zcolner. Szo wie unnszer notturfft erfordert schickenn mogen. /
Waserleÿ gestalt och, G(nediger) H(err), die ersame unser liebe nockbar unnd frainnde vom ⌊Elbinge⌋ vonn den auff ⌊Marienburgk⌋ synndt der zceit her ⌊Stanislai Kosthkÿ⌋ auff desselbige schlos kommen angesochtenn szeÿnt word(en). / Sulchs hatt sich E(wer) G(nade) mehr als zcur nuge auszmanch feldigenn henndelenn so sich derwegenn beÿ lanndt und stettenn yn tagefart(en) zcugetragenn zcuerÿnneren / und dieweil dann eÿgenntlich vormarckt wirt, wie E(wer) G(nade) aus denn schrifften. Szo der grosmechtige unnd gestrennge herre ⌊Georgenn vonn Baÿszenn⌋, marienburgischen woÿwodenn etc., unnd ausz unnszerenn rathvorwanthen welche die gelegennheit derselbtigenn dorfferenn, wie auch yr scharwerck vormoge yrer ⌊ko(nigliche)n ma(ieste)t⌋ commission besichtiget und angemerckt hebenn waserleÿ gestalt solche gefurd(en) und geb(en)
APG, 300, 27, 15, f. 165r ... illegible⌈...... illegible⌉ yrer ko(nigliche)n ma(ieste)tt vormoge hier beÿ gelegter copei dinstlichenn unnd underteniglichenn zcuvorstehenn gebenn. /
Dieweil dann eigenntlich vormerckt wirt, / das so der vonn ⌊Elbingen⌋ unnderthanen mehr scharbwerckh aufferlegt wurde als sie alreÿt bis d ynn die 2 meÿlen lanngk am hab iherlichenn thuenn mussenn, / so werdenn sie ganncz unnd gar yn eÿnenn vorterb gestellet. Welchs man alleÿne sucht ader dis, / das man sie von den zcwen doerfferen wil dranngen. / Dieweil dann ⌊den ersamen von Elbinge⌋ dieselbtigenn dorffer vor die dÿnnste unnd treue so sie dem lande in zeittenn der groszenn krÿge gethon mit zcuthat aller stender der ⌊land⌋ szein gegebenn unnd zcugeÿgennt wordenn, / ist iho och billich das sie ⌊dis lanndt⌋ beÿ der ⌊koniglichen ma(ieste)tt⌋ in dieszem thuenn vortrethe. / Domit ⌊ÿrer ma(ieste)tt⌋ anregenn der gestalt iren mithwillenn ann ihnen erhalt(en). /
Derwegen welle E(wer) H(ochwirdige) G(nade) yre ⌊ko(nigliche)r ma(ieste)t⌋ ym nhamen und von wegen der ⌊andern herrenn⌋ bittenn angesehenn, / das dieselbtige dorffer vom groszen krÿge jor, / inn solcher arbeÿt wie man ihnenn zcu dieser zceit anmuthtende ist. / Nihe szeint beschwert worden, das ⌊irhe ma(ieste)tt⌋ yrenn amptleuthen auff ⌊Marienburgk⌋ gebiette, / dieselbtigenn vom ⌊Elbinge⌋ ÿn irher solcher alder freÿheit unnd gebrauch irher dorffer geruchet zculosszenn unnd mit weitter zcu molestirenn unnd ihn die gnade erczegenn ab ihr ma(ieste)tt ihnen das auffs newe gebe welche ane zcweiffel och ⌊die vom Elbinge⌋ nicht andersch dann mit aller unnderthenigenn danckbarkeÿt do gestalt von ihrer ma(ieste)tt annemen werden / denn wir vorstet, / so yre leuthe weÿter beschwert werdenn, / wirt folgenn das durch solchs ÿrhe dorffer vorwusten unnd vortrebenn werden mussenn unnd do irhe ko(niglich)e ma(ieste)tt nichtenn mehr irher welchet als die jungst(en) so siche sich widder denn seÿnnt der ihm jungstenn krige als irhe stadt angefallenn habe erczeiget habe szo wen
APG, 300, 27, 15, f. 165v szy jo ymmers wirdigk unnd vordinnt nicht alleÿne beÿ dem was sie vorhinn gehabt zcuschuczenn unnd zcubehalt(en) beszunder, jo och werlich mehr dann durch 2 dorffer zcubegebenn.
Denn do die zceit der feinde durch die redliche fromme burgerschafft nicht abgeschlagenn wer wordenn und ihre stadt in der feindes hanndt wer gekomme(n) hebt man wolgeschehen was mehr umbekwmickeit denn gefolget habt welche bitterliche radt unnd treue jo ymmers eingeburlich anmercken unnd belonunge erfordert, / auff das hernoch mols vormittels geburlichenn der ubrichkeit erkenthnis mehr leut zcur solchenn unnd dergleichenn zugenthaffig(en) cethenn mogenn gereiczt werden. Bitt(en) aber unnd abermols E(wer) H(ochwirdige) G(nade) yrenn gnedig(en) fleis in dieszem fahl ⌊denn vonn Elbing⌋ zcu gutte auff das sie zcu ruge kommen mogen nicht wallet nochlosszen. / Sulchs alles was also ynnen unns unnd szunst gemeÿnem lannde zcugut nucz unnd best werde zcu thue gerichen. Sulchs werdenn ane zcweiffel alle andere stendere uber alle dannckbarkeit, wie auch gemelthe unszer geliebte nocbare nebenn unns umb E(wer) H(ochwirdige) G(nade) zcu vordinenn szeÿnn gefleisszen E(wer) H(ochwirdige) G(nade) hierrmit dem almechtig(en) Gothe in langer leibs geszundtheit unnd gluckszeliger regirunge befelennd. /
Och yre ⌊ko(niglich)e ma(ieste)tt⌋ bitt(en) noch wol ausgerichtenn sachenn friesch und geszundt unnd wolmoghende gemeÿne ⌊vaterlande⌋ zcu trost unnd nucz widderumb ann unns in freuden gelanngen losszen / unnd unns in Ewer Gnade unnd gunst befelennde.