Thue ich mich gantz hochliche(n) E(uer) L(ieb) ⌊⌋ ⌊Helspergk⌋, den 1544-06-18⌊18 Iunii1544-06-18⌋, welches mir dise dag worden und der mitgedeilte(n) zeitungen zuvor aber eigen eingelegte(n) hantschreibe(n)s, dar aus ich E(uer) L(ieb) freuntliche gewogenheit kegen mir verstehe, bedancken. Und hab mit freuden gern gehort, das ⌊k(önigliche) ma(ieste)t⌋ u(nser) a(ller)g(nedigsten) her, von ⌊Bielsko⌋ Kreske ⌊Breske⌋ vorruckt, den lieben Got bitten, das er sein gotliche milde gnad k(önigliche) ma(ieste)t verleihen will, domit dyselb alle ire hendel und geschefte nach gefalle(n) und dem lobliche(n) reich auch gemeiner criste(n)heit zu wolfart ausrichte und mit gesuntheit widerumb in das loblich reich kume, auch lang gesunt in aller wolfart regire.
Ame(n).
Dero sich auch ⌊dy Unger(n)⌋ dis an des ⌊Turckens⌋ eigner person nit vormute(n) ist erfrewelich und were nach fyl erfrewlicher, das sich ⌊ro(mischer) key(serliche) und k(ö)n(igliche) ma(ieste)ten⌋ der massen darein schickte, domit das geschehe(n) mocht des dy Unger(n) ger(n)e sehen. ... illegible⌈...... illegible⌉ Befur mich aber, sofyl ich verstehe, das ⌊dy Unger(n)⌋ nit in der hofnu(n)g betrage(n) der weil nu(n) wie ich vorstehe alleint, damit umbgehet, das nu(n) dis iar dy orter besetzen wolle, sehe ich keine(n) widerstand wy wol pillich auch itzund dy zeit sunder mer unnutze geldspildung, so nymbt der ⌊Turck⌋ eine(n) flecken nach dem ander(n) ein wie den mit ⌊Plindenpurg⌋, wy E(uer) L(ieb) ane zweifel wissen, auch beschehe(n) das zuerpawene(n) und weis sicher nit wy es den gute(n) pede(n) ⌊kunige(n)⌋ und ⌊keiser⌋ furgenn(om)en(?) gemennet und on the margin⌈gemennet undgemennet und on the margin⌉ den were es in Unger(n) mit ro(mischer) k(eyserlicher) ma(ieste)t gelege(n) und auch sunst wisse(n) E(uer) L(ieb) fyl mer als ich schreibe(n) kan und wer gut, das der manch eine(n) trefliche(n) und besten verstand und in ander(n) ansehe(n) als bis her mit ⌊k(oniglicher) ma(iste)t⌋ bette, was aber nit ist verleihe Got weiter. /
Wie es mit ⌊key(serlicher) ma(ieste)t⌋ in ⌊Italie(n)⌋ gelegen, wissen E(uer) L(ieb) auch wol und
AAWO, AB, D.97, f.27v thut mir nit alleint im herczen wehe sunder erbarmet mich [...] hidden by binding⌈[...][...] hidden by binding⌉ so fyl cristliches plutes so elendig vergossen, dem seint der cristenheit hidden by binding⌈[t]t hidden by binding⌉ so fyl raumbs gelassen, das auch auff dy leczte lent sunderlich geubter und geschickter mangeln wurt der liebe Got wende den hidden by binding⌈[n]n hidden by binding⌉ wolferdinte(n) zor(n) von uns arme(n) sunder und pessere das verderben.
Das E(uer) L(ieb) beseh auch sehen moge(n), wes ich gestriges dags vo(n) keyserlichen hidden by binding⌈[lichen]lichen hidden by binding⌉ krigsfolck fur zeitung und wer in den niderlage(n) umbkommen, auch wie es zugange(n), schick ich solchs E(uer) L(ieb), wy ichs hab wolt ge[...] hidden by binding⌈[...][...] hidden by binding⌉ sy were(n) falsch.
E(uer) L(ieb) vermelden mir auch weiter, das frid zwischen hidden by binding⌈[en]en hidden by binding⌉ ⌊Purgundi⌋ und ⌊k(önigliche) w(ürde)⌋ sol gesagt werden und beger(n) freuntlich me[...] hidden by binding⌈[...][...] hidden by binding⌉ wissenschaft. War auff ich E(uer) L(ieb) nit perge(n) wil, das ⌊ko(inigliche) w(ürden)⌋ mit [...] hidden by binding⌈[...][...] hidden by binding⌉ egen boten zugeschickt und meldet, das seine gesante(n) der selben hidden by binding⌈[n]n hidden by binding⌉ geschriben, das seid sy begeret mit dancksagung, das sich dy immer anher sigilatio(n) enthalten ich wol in wider sage(n) lassen weil frid das sy sigeln solle(n) es sein aber seine botschafte(n) noch nit ankume(n) gewesen. Gestrigs dage aber kame(n) mir von meiner verwante(n) eine(n) dise zeitunt mit den worte(n) ⌊k(öniglicher) w(ürd)⌋ zu den etc. rete sein vo(n) reichstag an vergange(n) freitag zu ⌊Flenspurgk⌋ glucklich und wol ankume(n) und wy ma(n) sagt solch mit ⌊ro(mischer) key(serlicher) ma(ieste)t⌋ k(oniglicher) w(ürden) gentzlich vertrage(n) sein aber dy sachen zwische(n) ⌊Denmarckt⌋ und ⌊Pfalcz⌋ noch etwas unklar stehen.
Wi aber nu(n) dy sache(n) des fridens ein eigentliche gestalt kan ich noch zurzeit nit schreibe(n) ⌊ro(mische) key(serliche) ma(ieste)t⌋ habe(n) dy geschickte(n) keyserlich[...] hidden by binding⌈[...][...] hidden by binding⌉ und gnediglich abgefertigt eine(n) iede(n) ein statliche gulde(n) ketten bis ken warmes nach gesant, auch sy mit ire(n) eigene(n) herrold durch dy ⌊Pfalcz⌋ geleite(n) lassen. / Es ist umb ⌊Speyer⌋ ein grosmechtig hagel gewesen, do ⌊ro(mische) kun(igliche) ma(ieste)t⌋ ewe(n)(?) spacire(n) gerite(n) und als sy an den statgrabe(n) mit ire(n) reuter(n) kume(n) und bey eine(n) zaun ist der hagel also gros und starck untter si gefalle(n), das dy pferd den zaun umbgetrengt und sein dy k(önigliche) m(aieste)t mit etzliche(n) file(n) pferde in den statgrabe(n) gefalle(n) und wol 20 pferd dot plibe(n) und fyl schade(n)s gelde sol auch das hidden by binding⌈[s]s hidden by binding⌉ kor(n) ser verderbt sein. Datis ⌊Kyel⌋, dinstags nach Viti anno 14(?).
AAWO, AB, D.97, f.28r
Aus E(uer) L(ieb) eige(n) hantschreibe(n) verstehe ich, das dyselb wegen hantschreibe(n) durch dy fraw ⌊Kunczpachin⌋ uber antwort nit wenig efrewet melde(n), mit was fleis E(uer) L(ieb) mein freuntschaff und gunst bisher gesuchet, auch nach nit so fyl ymer mugliche(n) nachlasse(n) wolle gantz freuntlich bittend, ich welt mich durch leut, dy der einigkeit feindt, nicht lassen abfure(n) mit bit und erbite(n) etc.
Bedanck mich abermals aufs freuntlichst der selben hohe(n) gewoge(n)heit der freuntschafft und gunst kegen mir und sol auch warlich E(uer) L(ieb) auch nit anderst als das mugste mein schreibe(n) mitgewe(n) kegen sy sende(n) or finde(n)⌈sende(n)sende(n) or finde(n)⌉, kan ich auch solchs hinwider umb E(uer) L(ieb) freuntlich verdine(n) und beschulden, werde ichs nit untterlassen, den mir auch E(uer) L(ieb) freuntschaft gar lieb welt auch so fyl ymer moglich nit ger(n) ursach gewen(?) war durch dy selbig verhindert und bitte E(uer) L(ieb) wolle in solchem verharre(n) sich auch nit in andre wege ichtes leite(n) lassen und mag in der warheit sage(n), das ich soliher leut noch nit gespurret im fal wil ich mich aller gepur zuerzeige(n) wissen und zweyfel an E(uer) L(ieb) gar nichts.
Das auch E(uer) L(ieb) lantzleut dy selb nu(n) einen verdechtig halten werden aus ursache(n) in der selben schreiben gemeldet etc. ist nit an E(uer) L(ieb) komme(n) sich ⌊k(öniglich) ma(ieste)t⌋, unsers a(ller)g(nedigsten) hern, gehorsamb nit wol entspreche(n), ich weis aber nit ob alle furneme(n) in itzige(n) geswinde(n) leuften fruchtpar auch dy persone(n), so in ander(n) fyl mer nutze(n) kumme(n) verdechtig zumache(n) nutze, wy wol ich by mir wol abneme(n) kann, das dy nachparen aus gute(n) verlihe(n) verstand abzuneme(n) was E(uer) L(ieb) denn das sy solchs vo(n) k(oniglicher) ma(ieste)t nit umbga(n)g haben kunne.
Mir ist auch zumb hogste(n) erfrewlich, das E(uer) L(ieb) mir mitdeile(n), wy ⌊iunge k(önigliche) m(aieste)t⌋, mein g(nedigster) her, zu irer uberscheine(n) ⌊kunigin⌋ ein pesser gemuet und hercz als zuvor(n) gefassen, der liebe Got wolle sein angefange(n) werck besteten und bekreften auch fur und fur mere(n), weil ich aber ger(n) wisse(n) wolt, ob s(eine) ma(ieste)t auch
AAWO, AB, D.97, f.28v dy frume kuniginn bey sich behalte(n) wurde, bitte ich gancz freundtlich, was das E(uer) L(ieb) bewust auch ab junge k(önigliche) ma(ieste)t bey meinen alte(n) g(nedigsten) hern sey, wolle mir freuntliche(n) mitdeylen und wil auch E(uer) L(ieb) darumb nit perge(n), das ich dy kume(n)de woche(n) als auff(?) den monttag eine(n) bote(n) an kunigliche(n) hoff mit etzlichem thun, so mein liebste ⌊gemachel⌋ der ⌊junge(n) kunigin⌋ schick hidden by binding⌈[k]k hidden by binding⌉ [...] hidden by binding⌈[...][...] hidden by binding⌉ abfertige(n) wil ab E(uer) L(ieb) was dohin zuschreibe(n), so wolle mir(?)[...] hidden by binding⌈[...][...] hidden by binding⌉ dy selb bey zeiger(n) schicken sol er mit fleis mit sich neme hidden by binding⌈[e]e hidden by binding⌉(n) und thut sich mein liebste gemahel auch unsser ⌊dochter⌋ und ich gantz freuntlich E(uer) L(ieb) wunschens bedancken.
Wunschen E(uer) L(ieb) sembtliche(n) hinwiderumb alles dausentfeltig sagen es bederff keines lebens(?) den uns E(uer) L(ieb) freuntliche(n) in aller gunst hidden by binding⌈[t]t hidden by binding⌉ und freuntschaff befelen und mit gotlicher hilff und vorleihung auch pleyben sol der wir uns auch gleichmessen hidden by binding⌈[en]en hidden by binding⌉ befelen und lest hirnewe(n) mein liebe ⌊gemachel⌋ und ⌊dochter⌋ E(uer) L(ieb) ier andechtigs gebete und freuntliche(n) grus anbitten als ire lieben peichtvatter her or het⌈herher or het⌉ E(uer) L(ieb) lengst ger(n) das sy vor wol wissen vertrawet, wo E(uer) L(ieb) nit so fer(n), befelen E(uer) L(ieb) hiemit dem liebe(n) Got und bit E(wer) L(ieb) wol mit meiner bosen hidden by binding⌈[en]en hidden by binding⌉ unlesliche(n) hantschriff, dy in der eyle geschehe(n) und ab ich lang dar an schryb, doch nit pesser mache(n) kunte, fur gut neme(n) den auch die liebe zu E(uer) L(ieb) zu solchem ursachet.